“Die Killer auf Samtpfoten” oder “Der Feind auf der Ofenbank” ;)

In der Einteilung der Welt in Zwei Arten von Menschen, mein Freund, bin ich eindeutig ein Katzenmensch. Ich mag Katzen, diese undankbaren, bekloppten und zynisch-boshaften Zehenbeißer und Armzerkratzer.

Dennoch halte ich den momentanen Trend in der Jagdgesetzgebung auf Länderebene, wildernde Katzen und Hunde vor Abschuss zu schützen, für ausgemachten Blödsinn.
PETA Deutschland (ja, die Fanatiker, die gerne mal “Beweise” fälschen und Tiere töten indem sie ihnen die Freiheit “schenken”) redet von 65.000 Hunden und 400.000 Katzen, die jährlich den Grünröcken zum Opfer fallen –  wobei man PETAs Zahlen mit mehr als nur einer Prise Salz nehmen sollte (vor allem die Zahl der Hunde, das wären immerhin ca. 178 Hunde pro Tag…).
Dagegen stehen 200 Millionen von Katzen getötete Vögel (laut Landesbund für  Vogelschutz, LBV) und Eine Million Kaninchen jährlich – was bei Schätzungen von ca. Zwei Millionen wilden Katzen, ohne streunende Hauskatzen, durchaus realistisch ist (dem stehen übrigens ca. 250 Millionen tote Vögel durch Windradeinwirkung gegenüber).

Katzen jagen immer, wenn sie Lust haben. Sie töten nicht immer, manchmal verwunden sie nur – aber definitiv töten sie mehr als sie selber fressen. Die momentanen Regelungen, Hauskatzen ab einer bestimmten Entfernung zum nächsten Haus abzuschießen, sind in meinen Augen durchaus sinnvoll – auch, weil es durchaus Jäger gibt, die den Finger in einem siedlungsnahen Revier lieber “gerade” lassen, man will es sich schliesslich nicht mit den Nachbarn verscherzen. Demgegenüber stehen leider die “Jäger”, die jede Katze schießen, die ihnen vor die Büchse (oder Flinte) kommt – ungeachtet der Entfernung zur nächsten Siedlung. Es gibt halt solche und solche, aber Ausnahmen sollten nicht die Gesetzgebung beeinflussen (ja… ich weiß, dass wir diese Grenze der Vernunft in Deutschland bereits lange überschritten haben…)
Würde ich selber eine Katze schießen (viele sehen Gesetze ja als einen Weg, um sich die Hände nicht schmutzig machen zu müssen…)? Bestimmt, ich bin in letzter Zeit allerdings äußerst selten auf Jagd und bis jetzt ist mir noch keine begegnet ^^

Fakt ist jedenfalls – es gibt weniger Vögel in Europa als “früher”, 421 Millionen weniger als vor 30 Jahren, laut einer Studie von Tierschützern (Prise Salz, etc.) – was aber, dem fortschrittshassenden Zeitgeist getreu, der bösen Agrarindustrie oder der Industrie selber in die Schuhe geschoben wird.
Europa ist groß, solch eine Pauschalisierung deutet eher auf ein politisches Statement hin als auf eine wissenschaftliche Studie.
Aber ja, es gibt weniger Vögel (jedenfalls in meiner Erfahrung). Ich komme aus einer Ecke in Anhalt, die industriell seit der Wende in einem Dornröschenschlaf liegt – damals, in meiner Jugend (so vor 10, 15 Jahren…), hatten wir Großtrappen, Rebhühner und Schwarzstörche im näheren Umkreis. Die scheints nicht mehr zu geben, die letzten Sichtungen sind inzwischen Jahre her.
Lerchen und Rotmilane waren ständig zu sehen und vor allem zu hören – bei meinen Letzten Besuchen habe ich keine Rotmilane gesehen – und nichteinmal eine Lerche gehört.

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2 Responses to “Die Killer auf Samtpfoten” oder “Der Feind auf der Ofenbank” ;)

  1. alphachamber says:

    “Die Zielscheiben in die Auftreffpunkte der Projektile zu lenken” ist eine Spezialität der Aktivisten 🙂

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