Gute Opfer, böse Opfer.

Morgen soll die Verhandlung gegen Edathy starten. Zur Erinnerung: Das war der SPD-Politiker, der Kinderpornografie, ach Entschuldigung, “Bilder von nackten Jugendlichen” (seit wann sind grob 10jährige Knaben “jugendlich”?) konsumierte, wohl teils sogar auf seinen Bundestagsrechner lud (was wohl den kanadischen Ermittlern zufolge nichteinmal ein Einzelfall gewesen sein dürfte) und VOR der Aufhebung seiner Immunität und der Ausstellung des Haftbefehles Beweise vernichtete und das Land verließ.
Natürlich kann nicht sein, was nicht sein darf und plötzlich fält so mancher Zeitung ein, dass wir in einem Rechtsstaat leben und es die “Verhandlung ja eigentlich nicht geben” (Zitat der SZ) dürfte und der arme Edathy ja bereits bestraft wurde durch die Vorverurteilung der Gesellschaft und eigentlich der Generalstaatsanwalt schuld sei, der ja Geheimnisverrat begangen habe und so weiter.

Ach. Gleiches Recht für alle? Unschuldig bis Schuld bewiesen? Wollen sich unsere deutschen *hust* Qualitätsmedien wirklich, WIRKLICH, soweit aus dem Fenster lehnen? Wie wäre es mit…
Gurlitt, wo bleib da die Rechtsstaatlichkeit und die “Gleichbehandlung” des “Kunsträubers” oder “Nazikunsthändlers” welcher dann dummerweise doch keiner war?
oder
Sebnitz, wie war das nochmal mit den Neonazis, die mit Hakenkreuzfahnen ins Freibad marschiert sind um einen Jungen zu ertränken während die restlichen Freibadbesucher applaudierten… Ach halt, das Kind starb an einem Herzfehler, kein Neonazi weit und breit. Sry, dass wir eure Stadt bundesweit als Neonazifestung dargestellt haben – ach halt, ein “Sry” gab es nichtmal.

Beides keine “Einzelfälle” in der Medienlandschaft. Wer weiter Vorverurteilung sucht, kann sich auch mal die Fälle van Elst oder Drygalla in Erinnerung rufen.
Oder den Umgang mit “grünen” Kindesmissbrauch und kirchlichen Kindesmissbrauch vergleichen.
Oder Berichte über “Proteste” der Antifa und “Aufmärsche” von Pegida miteinander vergleichen „wink“-Emoticon

Warum wird Edathy verteidigt – der übrigens selber kein Problem damit hatte pauschal (in Missachtung der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit) Behörden Rassismus und dem Großteil der Bevölkerung neonazistische Tendenzen vorzuwerfen als er in seiner Funktion als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses einmal in seinem Leben Macht hatte, verdient durch jahrelanges kriechen im Parteiapparat und nicht durch Qualifikation – und andere werden “vernichtet”?

Ein Thema, welches von den einen heruntergespielt oder gar ignoriert wird während andere mehr hineinterpretieren als da ist.
Dabei ist es ganz einfach:
Der Journalist von heute kann und will in den seltensten Fällen so neutral und objektiv wie möglich berichten. Er WILL nicht, weil er sein eigenes Weltbild verbreiten will und er KANN nicht, weil der Chefredakteur ebenfalls sein eigenes Weltbild verbreiten will.
Links ist gut – rechts ist bäh… da bleibt der Journalismus schonmal auf der Strecke und die Moral entpuppt sich nicht als Korsett sondern als Gummiseil oder Windsack.

Zuerst gesehen auf “quotenqueen”.

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